Weniger Leihloks: Fahrzeuge sind zuverlässiger

Über Aktuelles auf der Marschbahnstrecke berichtet Christoph Ströh, Verkehrsvertragsmanager Netz West bei DB Regio Schleswig-Holstein, immer am letzten Samstag des Monats.

Ein intensiver Instandhaltungsplan für alle Wagenparks und Loks - dies ist wesentlicher Bestandteil des im vergangenen Jahr beschlossenen Sofortprogramms auf der Marschbahn. Denn schließlich können wir nur so das Ziel, unsere Fahrgäste zuverlässig zu befördern, erfüllen. Berücksichtigt haben wir bei der Instandhaltung daher auch ein sogenanntes Refresh, das wir bereits bei elf von fünfzehn Loks umgesetzt haben und bei den Wagenparks bis Ende 2019 noch umsetzen werden. Doch was heißt das genau?

Aktuell überführen wir die Loks nach und nach von Husum in unser Instandhaltungswerk Neumünster, damit die Mitarbeiter bei jeder Lok einige Komponenten der 4 Dieselmotoren präventiv auswechseln können. Dazu gehören unter anderem Turbolader und Kühlwasserbehälter. Zwar stellen diese Komponenten bei einem Ausfall kein Sicherheitsrisiko dar, ihren Dienst kann die Lok aber trotzdem nicht tun. Daher ist die Erneuerung der störanfälligen Komponenten nach den bereits durchgeführten Rollkuren - wozu unter anderem der Austausch der schadhaften Motoren durch den Hersteller Bombardier zählte - ein weiterer Schritt, um die Fahrzeugverfügbarkeit nachhaltig zu verbessern. Wenn wir Mitte Juni diesen Refresh bei allen fünfzehn Loks abgeschlossen haben, werden alle Loks weniger anfällig für Schäden sein. Ein erstes Monitoring der elf bereits überholten Loks zeigt den Erfolg: Wir müssen inzwischen wesentlich weniger auf Leihlokomotiven zurückgreifen.

Auch bei den Wagen tauschen wir bis Ende des Jahres im Rahmen eines Refreshs Bauteile, bevor sie Störungen hervorrufen - ob es um die Elektronik oder Klimatisierung geht. Nur so können wir bei jeder Verbindung nicht nur Loks, sondern auch die entsprechende Anzahl an Wagen für die Fahrgäste bereitstellen und ihnen den gewünschten Komfort auf ihrer Reise bieten.

Das Refresh zeigt: Hinter den Kulissen läuft das Sofortprogramm auf Hochtouren. Denn die Stabilisierung der Fahrzeuge ist ein wichtiger Teil des Gesamtpakets, um für eine deutlich zuverlässigere Marschbahn zu sorgen. Und das ist letztendlich unser Ziel: Auf der Strecke den Betrieb stabil aufrecht erhalten ohne Einschränkungen für unsere Fahrgäste. Diesem Ziel nähern wir uns mit großen Schritten.

Folgen Sie DB Regio Schleswig-Holstein auf Twitter!

Sollte es trotz aller Maßnahmen zu Ausfällen oder Verspätungen kommen, werden Sie über den Twitter-Kanal @DBRegio_SH jederzeit auf dem Laufenden gehalten.
Hier erhalten Kunden alle Verkehrsmeldungen der DB Regio Schleswig-Holstein. Aktuelle Tweets zu einer gewünschten Strecke lassen sich am besten finden, indem Sie diese unter Angabe der Linienbezeichnung (bspw. #RE6 oder #RB62) sowie dem Hashtag #RegioSH im Verlauf suchen.

DB Regio AG ©

Zum Autor

DB Regio AG ©

Christoph Ströh ist seit zwei Jahren bei der DB Regio AG. Als Verkehrsvertragsmanager Netz West kennt der gebürtige Schleswig-Holsteiner die Marschbahn und ihre Besonderheiten. Täglich arbeitet er daran, die Situation an der Westküste zu verbessern.