Bahnstationen werden wetterfest

Wo es aktuell bei der Marschbahn Probleme gibt, wie DB Regio diese löst und was bereits gut funktioniert, darüber berichtet bis Ende des Jahres alle zwei Wochen Christoph Ströh, Verkehrsvertragsmanager Netz West bei DB Regio Schleswig-Holstein.

Auch wenn vom norddeutschen Schietwetter noch nichts zu spüren ist, bereiten wir uns bereits jetzt gemeinsam mit unseren Kollegen von DB Station&Service auf den Winter vor. Denn die Rutschpartien auf teilweise nicht so gut gestreuten Bahnsteigen und Fußgängerbrücken zu Beginn des Jahres sollen sich nicht wiederholen. Deshalb hat Station&Service einen neuen Containerstandort auf Sylt eingerichtet, an dem Streugut eingelagert wird. So haben es die Winterdienst-Mitarbeiter auch auf der Insel immer direkt griffbereit und es gibt dort im Ernstfall keine Engpässe mehr. Außerdem haben die Kollegen von Station&Service zusätzlich eine große, fiktive Winterdienst-Übung durchgeführt. Ohne Vorankündigung wurden im Oktober heftige Schneefälle an den Bahnstationen gemeldet, sodass die Winterdienst-Mitarbeiter innerhalb von spätestens einer Stunde vor Ort sein mussten. An den verschiedenen Bahnhöfen kontrollierten die Kollegen dann zeitgleich, ob die Räumgeräte funktionstüchtig sind. Fazit: Alle Winterdienst-Mitarbeiter haben den Check bestanden. Der Winter kann kommen.

Da wir unsere Fahrgäste auch bei widrigen Wetterverhältnissen im wörtlichen Sinne nicht im Regen stehen lassen wollen, wird in diesem Winter in Morsum und Keitum ein zusätzliches Wetterschutzhäuschen gebaut. Um dabei den Bedürfnissen der Reisenden gerecht zu werden, wählt die DB gemeinsam mit der Pendlerinitiative vor Ort geeignete Standorte aus.

Ein weiteres großes Projekt von Station&Service sind die Bahnsteigverlängerungen an fünf Stationen. Die Bauarbeiten in Morsum sind an einem Bahnsteig bereits abgeschlossen, die vier weiteren Stationen und der zweite Bahnsteig in Morsum folgen nun. So wird es uns möglich, künftig mit zwölf statt wie bisher mit zehn Wagen an allen Stationen halten zu können und so je Zug mehr Fahrgäste in den vom Land bestellten längeren Zügen aufzunehmen.

Hinzu kommen weitere kleine Verbesserungen. Dazu zählen neben zusätzlichen Zuginformationsmonitoren und Fahrgastinformationsanlagen vor allem die digitalen Vitrinen. Bislang müssen die zuständigen Mitarbeiter meist die Stationen einzeln abfahren, um die Aushänge zu ändern. Mit den digitalen Vitrinen lässt sich dies vom Schreibtisch aus steuern und die Reisenden sind schnell auf dem aktuellen Stand. In diesem Jahr gab es in Keitum und Morsum bereits ein erfolgreiches Pilotprojekt, das im neuen Jahr auf weitere Stationen ausgeweitet wird. Sie sehen - auch an den Stationen verändert sich einiges und 2019 werden weitere Verbesserungen für Sie folgen.

DB Regio AG ©

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Christoph Ströh ist seit zwei Jahren bei der DB Regio AG. Als Verkehrsvertragsmanager Netz West kennt der gebürtige Schleswig-Holsteiner die Marschbahn und ihre Besonderheiten. Täglich arbeitet er daran, die Situation an der Westküste zu verbessern.